Am Freitag, den 19. Januar 2024, besuchte die Schriftstellerin Dr. Antje Göhler die Stadt Burg.
In ihrer Ankündigung schrieb sie „liebe Grüße aus der Stadt, in der Clausewitz verstorben war an die Stadt, in der Clausewitz geboren wurde“. Frau Göhler wohnt derzeit in Wroclaw (Breslau) – deshalb der Bezug zu Clausewitz. Den Besuch nutzte sie um Burg kennen zulernen. So wollte sie unbedingt die Grabstätten von Brigitte Reimann und Carl von Clausewitz besuchen. An beiden Gedenkstätten legte sie rote Rosen nieder. Der Vorstand der Forschungsgemeinschaft Clausewitz – Burg e.V. begleitete Frau Göhler auf ihrem Stadtrundgang durch Burg. Die Kirche Unserer lieben Frauen, als auch die Burger Clausewitz-Erinnerungsstätte beeindruckten sie tief. Genauso war sie positiv überrascht von dem Brigitte-Reimann- Gemälde in der Bahnhofstraße und der Brigitte-Reimann-Promenade. Ein Brigitte- Reimann-Museum hat sie in Burg vermisst. Das Museum in Neubrandenburg hatte sie schon vor längerer Zeit besucht.
Die Autorin selbst ist in Berlin geboren, hat dort ihre Kindheit erlebt und die Schule besucht. Nach dem Abitur studierte sie in Leipzig. Später promovierte sie in Germanistik. Seit ihrer Kindheit spielt sie Schach. Höhepunkt ihrer Schachlaufbahn war 1988 der DDR-Meistertitel der Frauen.
Anlass ihres Besuches war eine Lesung in der Brigitte-Reimann-Bibliothek. Antje Göhler las aus ihrem Buch „Salziger Wein“. Ein Gegenwarts-Roman, welcher die Zeit von 1974 bis 1994 beleuchtet, umrahmt von Besuchen in Taschkent und Costa Rica. Dieser Roman knüpft an die klassischen Liebesgeschichten, aber besonders Theodor Storms Erzählung „Immensee“, an. Mit 23 Zuhörern war die Veranstaltung gut besucht. Der Veranstalter hat sich besonders über den Besuch der Schriftstellerin Dorothea Iser und der Präsidentin des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt, Frau Claudia Meffert, gefreut. Nach interessanten Diskussionen nutzten viele Zuhörer die Chance, ein Exemplar ihres Buches „Salziger Wein“ zu kaufen. Auch ihren Erstlings-Roman „Balcke und der hypermoderne Prometheus“ konnte erworben werden. Gern schrieb sie auch eine Widmung in die Bücher.
Zum Abschluss schenkte Frau Antje Göhler der Brigitte-Reimann-Bibliothek je ein Exemplar ihrer Bücher für die fleißigen Burger Leser. Bibliothekar Michael Dümchen bedankte sich für die Erweiterung des Buchbestandes der Burger Bibliothek und hofft, dass viele Burger Leser sich die Bücher ausleihen werden.
Bevor es am nächsten Morgen nach Leipzig ging, gab es noch ein Frühstück im Cafe „Clausewitz“.
Wer Antje Göhler verpasst hat, kann sie am 22. März 2024 auf der Leipziger Buch-Messe noch einmal erleben. Bernd Domsgen Vorstand
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Am 16. September 1813 lieferten sich das alliierte Korps Wallmoden und die französische Division Pecheux ein blutiges Gefecht an der Göhrde. Diese Schlacht zählt zu einer der blutigsten während der Befreiungskriege von der napoleonischen Fremdherrschaft.
In Erinnerung an dieses Ereignis wird in einem zweijährigen Abstand eine Nachstellung der Schlacht vorgeführt. Dieses Reenactment fand in diesem Jahr vom 15. – 17. September 2023 statt.
Dieser Veranstaltung statteten die Vereinsmitglieder Bernd Domsgen und Jens Roszczka am Samstag, dem 16. September 2023, einen Besuch ab. Zunächst wurde das Biwak, das streng nach den militärischen Gegnern getrennt war, in Augenschein genommen. Hier fanden sich einige interessante Exponate, wie z. B. eine kleine Ausstellung verschiedener uniformen der damals handelnden Einheiten.
Um 15:00 Uhr begann dann die Gefechtsdarstellung. Leider standen in diesem Jahr nicht so viele Teilnehmer wie in den letzten Jahren zu Verfügung. Was von den Veranstaltern auch sehr bedauert wurde. Trotzdem wurde den mehreren hundert Zuschauern ein anschauliches Gefecht geboten. Die kleinen und großen Beobachter verfolgten das dargebotene Geschehen mit großem Interesse.
Höhepunkt war für Viele natürlich der Einsatz der Kanonen. Der Pulverdampf war für einige Zuschauer schon etwas gewöhnungsbedürftig. Unter großen Applaus wurden schließlich die französischen Truppen in die Flucht geschlagen.
Bei bestem Sommerwetter hatten unsere beiden Vereinsmitglieder somit einen interessanten Ausflugnach Niedersachsen unternommen.
Jens Roszczka
Burger Clausewitz-Freunde gestallten erfolgreich die 16. Burger Museumsnacht mit
Auch in diesem Jahr war die 16. Museumsmacht vom 20. Oktober 2023 für die Burger Clausewitz-Freunde wieder ein voller Erfolg.
Der Leiter der Burger Clausewitz-Erinnerungsstätte, Dr. Rolf-Reiner Zube, Romeo Stellmacher und Bernd Domsgen beantwortet gern die vielen Fragen der Besucher.
Bei Glühwein und anderen Getränken gab es viel zu entdecken. Kleine Zinnfiguren und eine Briefmarkenausstellung nur zum Thema Clausewitz begrüßten die großen und kleinen Besucher. Neben vielen anderen Exponaten gab es auch viel zu erfahren über den berühmtesten Sohn der Stadt. Und natürlich gab es auch den Stempel zur Teilnahme an dem Gewinnspiel. Viele Besucher kamen aus Burg und Umgebung. Sie haben schon oft die Museumsnacht genutzt und mehr von ihrer Region fahren.
Und doch waren nicht wenige zum ersten Mal in der Erinnerungsstätte.
So auch Dustin Westphal, ein junger Münz-Sammler, er interessiert sich für die Militärgeschichte. Schon mit 13 Jahren ging er mit seinem Bruder auf Schatzsuche. Auf Dachböden, Scheunen und Flohmärkten fand sich Einiges, was die Jungs begeisterte. Orden, Bajonette, alte Gesangsbücher, Bibeln, Militärliteratur und auch Münzen.
Carl von Clausewitz war ihm ein Begriff als Militär – aber auch nicht mehr. Mit seinem Besuch wollte er mehr erfahren. Er brachte 2 Silbermünzen aus dem 18. Jahrhundert mit und überreichte dies dem Mitglied der Forschungsgemeinschaft Clausewitz-Burg e.V. Bernd Domsgen.
Es fand ein interessanter Gedankenaustausch statt und Bernd Domsgen erfuhr, dass sein Hobby ihm schon in die Wiege gelegt wurde. Sein Opa sammelte Bücher aus der Militärgeschichte und sein Papa war jahrelang bei den Reenactments begeisterter Teilnehmer. Wir haben uns sehr gefreut, dass es auch Jüngere gibt, die sich für die Burger Geschichte und für den Burger Sohn Carl von Clausewitz interessieren.
Und das sollte auch der Sinn der Museums-Nacht sein.
Sabine Wilsch
Klaus Krug- Mitglied der Forschungsgemeinschaft- nimmt als Batteriechef an der Gedenkveranstaltung anlässlich des 210 Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig teil
Foto: FG
Am Wochenende vom 13. bis zum 15. Oktober 2023, nahm ich als Secondelieutenant „Paul“ der „Preußischen Artillerie 1813“ an der Darstellung einer Episode der „Völkerschlacht bei Leipzig“ von 1813, in der Nähe von Liebertwolkwitz, auf historischem Boden Teil.
Sie war die bis dahin größte Schlacht der Menschheitsgeschichte:
Vom 16. bis 19. Oktober 1813 kämpfen in der „Völkerschlacht bei Leipzig“ mehr als eine halbe Million Soldaten Napoleons und seiner alliierten Gegner um den Sieg. Mehr als 100.000 werden getötet. Eine ganze Region versinkt in Schutt und Asche. Am Ende verliert der französische Kaiser Napoléon die Herrschaft über Deutschland und Europa. Diese Schlacht gilt als Morgendämmerung einer ganzen Epoche.
Angesichts der gegenwärtigen militärpolitischen Situation in Europa und Nahost war es wichtig diese Geschichte öffentlich darzustellen. Im 21. Jahrhundert gehören Kriege ins Museum!
Wichtig ist es jedoch, dass das Andenken an diese bewegende Zeit in uns bewahrt bleibt und den Nachkommen vermittelt wird. Das verbindet mich mit meiner Arbeit in der „Forschungsgemeinschaft Clausewitz – Burg“ e.V., sowie meiner Mitgliedschaft in der „Historischen Militärvereinigung 1813“ e.V.
Ich bin meinem Verständnis vom Soldatsein treu geblieben und widme mich heute dem Reenactment der bedeutungsvollen Zeit von 1813
Klaus-Dieter Krug
Foto: FGFoto: FG
Die FG Clausewitz-Burg e.V. präsentierte sich auf dem 2. Tag der Heimat- und Kulturvereine, des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt
Bernd Domsgen und Dr. Zube nutzten am 6.10.2013 die Möglichkeit, die Arbeit der FG Clausewitz-Burg e.V. auf dem 2. Tag der Heimat- und Kulturvereine, des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt in Wilsleben mit einem Vereinsstand zu präsentieren.
Einen Bericht zu dem Vereinstreffen hat der MDR Sachsen-Anhalt im Fernsehprogramm am 07.10.23 veröffentlicht.
Foto: LHBFoto: MDR
Frau Dietrich vom Landesheimatbund bedankte sich anschließend bei allen teilnehmenden Vereinen mit folgenden Worten:
„Liebe Mitglieder unseres Netzwerks der Heimat- und Kulturvereine,
wir danken Ihnen, dass Sie am Freitag an unserem Jahrestreffen teilgenommen haben und sich so engagiert in die Veranstaltung, in die Vereinsbörse und in die Gesprächsrunden eingebracht haben. Wir sind begeistert von Ihren Beiträgen und Ihrem Engagement.
Wir als Ihr Dach- und Fachverband sind stolz und schätzen uns glücklich, dass Sie unsere Partner sind. Wir freuen uns auf kommende Veranstaltungen und Begegnungen und hoffen, dass wir Sie weiterhin gut unterstützen, vernetzen und beraten können. Bitte kommen Sie dafür auf uns zu, schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an.“
Ulrike Dietrich
Rolf-Reiner Zube
Vorstand
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Ende August fand in Düsseldorf die Mannschafts-Weltmeisterschaft im Schnellschach statt.
Mannschaften aus der ganzen Welt trafen sich in der Rheinmetropole. Die gesamte Weltspitze, außer dem amtierenden Weltmeister, wollte dabei sein.
Auch eine Mannschaft aus Sachsen-Anhalt erhielt vom Internationalen Schachverband das Startrecht. Eine Mannschaft mit Spielern aus der Region Magdeburg wollte sich mit den Stars messen. Unter der Bezeichnung „MagdeBurg and friends“ gingen sie an den Start.
Kapitän der Mannschaft war der Burger Schachspieler Bernd Domsgen.
Als Mitglied des Vorstandes der Forschungsgemeinschaft Clausewitz – Burg e.V. hatte er die Idee, dass auf den Polo-Shirts auch das Wappen unseres Vereins zu sehen sein muss.
So konnten 380 Schachspieler aus den USA und Russland, aus Frankreich und Indien, genauso wie aus Armenien und Nigeria unseren Verein kennen lernen. Die „MagdeBurger“-Spieler schickten Fragende immer zu ihrem Kapitän.
So präsentierte sich die Forschungsgemeinschaft Clausewitz – Burg e.V. in der ganzen Welt.
Bernd Domsgen
Vorstand
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Traditionell ist der Geburtstag des Burger Sohnes, Carl von Clausewitz, am 1. Juli ein Feiertag für die Burger Clausewitz Freunde. Auf Initiative der Forschungsgemeinschaft Clausewitz – Burg e.V. fand deshalb am Sonnabend ein feierlicher Akt der Kranzniederlegung an der Gedenk- und Grabstätte auf dem Burger Ostfriedhof statt. Unterstützt wurde der Verein von der Reservistenkameradschaft „Generalmajor Carl von Clausewitz“ und vom Kameradenkreis FJB/LSR 40 „Carl von Clausewitz“. Mit kurzen und einprägsamen Worten informiert der Vorsitzende des Vereins, Dr. Rolf-Reiner Zube, die Teilnehmer der Veranstaltung über das Leben und Wirken des Philosophen und Schriftstellers und richtete einen Blick auf die Aktualität seiner Ideen.
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Am 28.01.2023, jährt sich zum 187. mal der Todestag von Marie von Clausewitz. Marie verstarb am 28.01.1836 in Dresden. Sie vollendete das große Werk ihres Mannes. Mit einem Blumengesteck ehrten Mitglieder des Vorstandes der Forschungsgemeinschaft Marie von Clausewitz.
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Am 22. August 2022 promovierte das Mitglied unserer Forschungsgemeinschaft Clausewitz-Burg e.V., Vanya Eftimova-Bellinger am King´s College in London. Die Vorsitzende der Prüfungskommission war Frau Prof. Dr. Beatrice Heuser, welche die Dissertation ohne Empfehlung und Redivierungen akzeptierte. Die Kommission hat empfohlen ihre Arbeit baldmöglichst zu veröffentlichen. Nun haben wir auch eine Doktorin in unserem Verein.
Mit dieser Qualifikation hat das „Naval War College“ Vanya eine neue Stellung angeboten. Diese Einrichtung gilt als die beste Militärschule und besonders als die „Clausewitz-Schule“ der amerikanischen Streitkräfte.
Wir sind stolz auf Dich, Vanya
Bernd Domsgen
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Auf Einladung der Forschungsgemeinschaft Clausewitz – Burg e.V. weilte Frau Henscheid in Burg. Am Dienstag, den 21.06.2022, führte Bernd Domsgen unseren Gast durch Magdeburg. Ziel waren das Kultur-Historische Museum, der Dom und die Festungsanlagen der Stadt Magdeburg. Natürlich war das nur ein Ausschnitt. Der Abend endete in einem Restaurant an der Elbe.
Am Mittwoch war dann die Stadtbesichtigung in Burg. „Auf die Spuren der Familie Clausewitz“ begaben wir uns am Vormittag. Die Grabstätte von Carl und Marie von Clausewitz war der erste Anlaufpunkt. Frau Henscheid war erstaunt, dass im Geburtsort des Carl von Clausewitz auch seine Grabstätte ihren Platz gefunden hat, obwohl er in Breslau im Jahre 1831 verstarb. Der Besuch der Kirche Unserer lieben Frauen folgte. Gabi Zube erläuterte uns die Kirche und zeigte das Taufbecken des Carl von Clausewitz. Hier geht ein Dankeschön an Pfarrer Gümbel, dass er diese Besichtigung außerhalb der Öffnungszeiten ermöglichte. Weiterhin besuchten wir die Tafel der Historienwanderer am Rolandplatz, die Clausewitz-Statue in den Ihlegärten, sowie den Gedenkstein in der Großen-Brahm-Straße, wo einst das Geburtshaus des Burger Sohnes stand.
Um 17.00 Uhr fand dann die Lesung der Frau Henscheid unter dem Thema „Familie Gneisenau und Clausewitz – aus Briefen“ statt. Frau Henscheid beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem Transkribieren der Briefe des Generalfeldmarschalls Gneisenau an seine Frau Karoline. Diese hat sie in 4 dicken Bänden veröffentlich. In dem Büchlein „Gneisenau -auf den Spuren eines Kriegers in Preußen und Polen“ hat sie ihre Erkenntnisse zusammengefasst.
Das Interesse für die Veranstaltung war groß. Auch der Clausewitz – Preisträger der Stadt Burg, Dr. Andree Türpe, lies es sich nicht nehmen zu dieser Lesung nach Burg zu kommen. Gefreut haben wir uns auch über den Besuch von Frau Antonia Beran aus Genthin, Frau Dorothea Iser aus Niegripp und der Leiterin der Bibliothek, Frau Maria Sonnabend. Die vielen Fragen der Zuhörer zum Abschluss der Lesung ließen erkennen, dass die Ausführungen der Autorin sehr interessant waren.
Frau Henscheid hat im Hotel Carl von Clausewitz übernachtet und das Frühstück am Donnerstag gab es im Cafe Clausewitz. Wie kann es anders sein: ein Clausewitz – Frühstück.
Frau Henscheid war sehr angetan von den Leistungen unseres Vereins in der Stadt Burg und würde gern wieder kommen. Sie plant gerade die Herausgabe der Briefe der Karoline von Gneisenau an ihren Mann im Jahre 1831.
Wir würden uns freuen.
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Bericht von Bernd Domsgen zur Jahreshauptversammlung 2021
Das Jahr 2020 haben wir als das Burger Clausewitz – Jahr deklariert. Der 240. Geburtstag des größten Burger Sohnes war Anlass und Richtschnur. Es sollte ein besonderes Jahr werden! Bevor ich damit beginne, muss ich zwei schwere Verluste für unseren Verein gedenken. Unsere beiden Ehrenmitglieder Kurt-Albrecht von Kessel und Prof. Peter Paret verstarben am 28. Juni 2020 bzw. am 11. September 2020. Beide haben sehr viel für unseren Verein geleistet. Sie werden ewig in unserer Erinnerung bleiben. Stolz können wir auf die Unterstützung von Schülern des Roland-Gymnasiums in Burg unter der Leitung von Frau Jutta Radde sein. Im Januar besuchten der Deutschkurs die Burger Clausewitz-Erinnerungsstätte und machten sich mit dem Leben und Wirken des Carl von Clausewitz vertraut. Hier sammelten sie Ideen und Gedanken, um unser 1. Burger Clausewitz-Kolloquium zu bereichern.
Das Jahr begann vielversprechend. Am 29.01.2020 eröffnete der Bürgermeister das „Burger Clausewitz Jahr 2020“. Der Leiter der BCE, Dr. Rolf-Reiner Zube blickte auf das Jahr 2020 als den kulturelle Höhepunkt der Stadt Burg vor raus. An dem Tage konnte ich für unseren Verein eine Spende von 500,00 € entgegennehmen. Die Biberpost brachte eine Briefmarke mit dem Bildnis des Carl von Clausewitz heraus und im Anschluss gab es die erste stadtgeschichtliche Führung „Vater Clausewitz erzählt …“. Danach bremsten uns die pandemischen Verhältnisse in Deutschland aus. Unsere Festschrift sollte erscheinen. Alles war vorbereitet. Was müssen wir ändern? Es war klar, dass vieles ausfallen würde. Wir entschieden, die geplante Festschrift zu veröffentlichen. Es war mir wichtig, dass die Nachwelt erfährt, was wir vorhatten. Mit unserer Festschrift unterstützen uns viele mittelständige Firmen aus Burg mit ihrer Anzeige, die größten Beiträge brachte die Sparkasse JL, das Sozial-Werk Winterstein aus Kyritz, der Marktkauf Burg, die Stadtwerke Burg und die Volksbank des Jerichower Landes. Den ersten Höhepunkt organisierte ausgerechnet die Kirche. Pfarrer Gümbel führte den Dialog-Gottesdienst anlässlich des 240. Geburtstages des Carl von Clausewitz am 21. Juni in der Nikolai-Kirche durch. Als Partner fungierte unser Vorsitzender Dr. Rolf-Reiner Zube. Dieser Gottesdienst wurde ein Erfolg. Die Kirche war voll und es mussten noch weitere Stühle organisiert werden.
Der tatsächliche Geburtstag wurde dann am 1. Juli mit einer Kranzniederlegung begangen. An diesem Tag erschien ein Ersttagsbrief zum 240. Geburtstag für die Philatelisten. Der wirkliche Höhepunkt sollte dann das 1. Burger Clausewitz-Kolloquium werden. Und er wurde es. Zwar mussten wir mehrere Absagen verkraften, Prof. Bruno Colson aus Belgien, Paul Donker aus der Niederlande, aber auch Prof. Sybille Scheipers aus Schottland und Vanya Eftimova-Bellinger konnten nicht nach Deutschland reisen. Auch Dr. Andreas Herberg-Rothe und Dr. Reiner Albert sagten ab. Das waren mehr als die Hälfte unserer Referenten. Mir ist es dann gelungen kurzfristig Dr. Christine Gräfin von Brühl aus Berlin und Dr. Sebastian Schindler aus München als Referenten zu gewinnen. Rolf-Reiners Versuch, Vanya und Dr. Herberg-Rothe zur Teilnahme per ZOOM zu aktivieren, klappte auch. Und es wurde ein Erfolg. Wir hatten Bettina von Clausewitz als Moderatorin gewonnen. Mit ihrem Geschick lenkte sie unsere Referenten souverän. Gäste hatten wir aus der ganzen Bundesrepublik. Freiherr von Buttlar aus Berlin, Dr. Jürgen Herrmann aus Biesenthal, Ulrike Hantsche aus Seifersdorf, Dr. Oliver Corff aus Berlin, Julian Kaiser aus Giessen, Paul Werner Wagner aus Berlin und auch Antonia Beran aus Genthin. 18 Schüler des Burger Roland Gymnasiums wollten beim Auftritt ihrer Klassenkameraden dabei sein.
Die Schüler des Deutschkurses unter Frau Radde hatten Gedichte, Essays und Geschichten in den Pausen zwischen den Referenten vorgetragen. Alle ihre Beiträge haben sie in einer Zeitschrift verankert. Damit war es erstmals gelungen, Schüler auch für unser Hobby zu begeistern. Ich bin der Überzeugung, es hat auch ihnen Spaß gemacht. Enttäuschend für uns war jedoch, dass kein Burger Stadtrat Interesse an der Veranstaltung zeigte. Die Stadträte Engel, Summa, Lauenroth und Dr. Udo Vogt hatten im Vorfeld ihre Nichtteilnahme bedauert und wünschten dem Kolloquium einen vollen Erfolg. Aber auch die Mitglieder des Kulturausschusses der Stadt Burg blieben geschlossen diesem kulturellem Höhepunkt der Stadt fern. Die Resonanz der Teilnehmer und Gäste auf unser Kolloquium war überwältigend. Ich möchte hier nur eine Wortmeldung anführen.
Dr. Andree Türpe schrieb: „Es ist ein ungewöhnliches Kolloquium- Ich habe noch nie erlebt, dass ein Kolloquium von Schülern des Gymnasiums begleitet wird, dass ein Kolloquium von einer Stadt getragen wird, dass ein Kolloquium von einer Forschungsgemeinschaft organisiert wird. Großen Glückwunsch an alle die das Projekt enthusiastisch mitgetragen haben. Es ist wirklich etwas Neues. Eine Zusammensetzung von Wissenschaft, Junger Kunst, ein bisschen Unterhaltung und Marketing von neuen Büchern.“ Im Burger Clausewitz Jahrbuch 2020 sind alle Beiträge des Kolloquiums, sowie der Beitrag von Prof. Bruno Colson abgedruckt. Im Kino-Theater in Burg zeigten wir geladenen Gästen den DDR-Fernsehfilm „Clausewitz – Lebensbild eines preußischen Generals“.
Der Literaturwissenschaftler Paul Werner Wagner aus Berlin moderierte den Film. Eingeladen hatten wir auch die Hauptdarstellerin Christine Schorn. Diese musste allerdings absagen, da kurzfristig die im April ausgefallenen Aufnahmen anberaumt wurden. Im Anschluss an den Film diskutierten unsere Gäste noch lange. Herr Kleyser empfahl diesen Film der Clausewitz-Gesellschaft in Hamburg. Wie Paul Werner mir allerdings letzten Monat mitteilte, ist daraus nichts geworden. Im Oktober konnten wir dann noch 2 Veranstaltungen organisieren. Einmal die Lesung des Clausewitz-Preisträgers der Stadt Burg, Dr. Andree Türpe. Er las aus seinem gerade erschienen Buch „Der vernachlässigte General ? Das Clausewitz-Bild in der DDR“. Ein wirklich interessantes Buch. Andree Türpe konnte aus unseren Archiven aus dem vollen schöpfen, wofür er uns sehr dankbar war. Am 12. Oktober wurde dann offiziell unsere mobile Clausewitz-Ausstellung in der Sparkasse JL eröffnet. In Anwesenheit des stellv. Landrates und anderer geladener Gäste durfte ich unsere Ausstellung präsentieren. Leider waren wiederum keine Vertreter der Stadt Burg anwesend. Mit Herrn Thomas Barz wurden die Möglichkeiten der Ausstellung in den Gymnasien des Jerichower Landes besprochen. L
eider vielen diese den gesellschaftlichen Verhältnissen zum Opfer. Die Erwartungen an das Jahr 2020 waren groß. Umso enttäuschter blicken wir in den Jahresausklang. Sorge, Traurigkeit, Frustration und Resignation überdecken die Hoffnung auf Besserung und die Freude über das bereits Erreichte.
Trotzdem sollten wir nicht aufhören, optimistisch nach vorn zu blicken. Wir werden weitere Erfolge auch in Zukunft haben.
Bernd Domsgen / Rolf-Reiner Zube
Der Vorstand wurde einstimmig in seinen Funktionen bestätigt
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