Wie beim letzten Treffen der Vereine festgelegt, fand vom 29. September bis zum 01. Oktober 2026 eine erneute Zusammenkunft statt. Auf Einladung des Scharnhorst-Komitees trafen wir uns diesmal in Bordenau.
Die Vertreter des Scharnhorst-Komitees Bordenau e.V., des Vereins Freunde und Förderer des Blüchermuseum Kaub e.V., der Forschungsgemeinschaft-Clausewitz Burg e.V. und des Freundeskreises Carl von Clausewitz Burg kannten sich ja schon vom letzten Treffen, so dass nach einer kurzen herzlichen Begrüßung gleich mit dem vorbereiteten Programm gestartet wurde.
Also ging es mit Linienbus nach Neustadt am Rübenberge, wo wir das Heimatmuseum der Stadtgeschichte besuchten. Duch sie sachkundige Führung konnten wir einen guten Einblick in die Stadtgeschichte gewinnen und begutachteten natürlich ausgiebig die ausgestellten Erinnerungsstücke zum Leben von General Scharnhorst.

Gipsbüste Scharnhorst’s im Heimatmuseum
Nachdem wir also „geistige Nahrung“ erhalten hatten, ging es weiter in den DUPRES-Sektkeller im Schloss Landestrost. Der Kellermeister führte uns in die Geschichte der Kellerei und der Herstellung des Sektes in Flaschengärung ein.
Es ist schon erstaunlich welchen Weg und Aufwand es von der Traube bis zum fertigen Sekt braucht. Natürlich wurde das Prinzip des „Flaschenrüttelns“ sehr anschaulich erklärt.
Danach durften wir auch eine Verkostung der dort hergestellten Sekte und Liköre genießen. So einige Flaschen fanden dann auch den Weg in Richtung der heimischen Vorräte.
Im Anschluss ging es mit dem Linienbus wieder zurück in unser Hotel Bullerdieck nach Frielingen. Bei einem köstlichen Abendessen in gemütlicher Runde fand ein reger Gedanken- und Informationsaustausch statt.
Wir mussten übereinstimmend feststellen, dass alle Vereine die ähnlichen Probleme haben. Die Arbeit in den Vorständen ist nicht einfach, es fehl vor allem an neuen jungen Mitgliedern und auch das Thema des lieben Geldes ist stets präsent.
Aber natürlich stand die eigentliche Vereinsarbeit im Fokus der Gespräche.
Am nächsten Morgen begaben wir uns dann nach Bordenau zum Geburtshaus von Scharnhorst und des Scharnhorst Denkmals. Das Geburtshaus befindet sich im Privateigentum und ein Besuch ist leider nicht möglich, sehr schade.
Unmittelbar vor dem Gelände des Geburtshauses befindet sich das Denkmal des Generals. Die Gestaltung des Platzes lädt Besucher zum Verweilen ein. Durch das Scharnhorst-Komitee wurde eine Infotafel aufgestellt, die über das Leben des Gerhard von Scharnhorst informiert. Wer mag kann auch eine der angebotenen Info-Flyer mit nach Hause nehmen.

Denkmal vor dem Geburtshaus von Scharnhorst in Bordenau
Die nächste Station war dann die Hochzeits- und Taufkirche von Scharnhorst.
In dieser Kirche wurde Scharnhorst am 16. November 1755 getauft. Die Hochzeit mit seiner Clara fand am 24. April 1785 statt.
Taufbecken in der St. Thomas Kirche in Bordenau
Nachdem wir uns auch die Gruft der Kirche, mit den Särgen der Stifterfamilie von Simmern angesehen haben, ging es dann weiter nach Steinhude.
Dort angekommen ging es auf „große Fahrt“ in einem schicken Holzsegelboot, dem sogenannten Auswanderer, hinüber zur Festungsinsel Wilhelmstein.
Die rund 20-minütige Überfahrt genossen wir bei herrlichstem Sonnenschein.
Die Flotte der „Auswanderer“ Boote in Steinhude
Diese Festungsinsel wurde von 1761 bis 1767 auf einer künstlich aufgeschütteten Insel im Steinhuder Meer durch Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe erbaut.
Gedacht war die Festung ursprünglich als ein uneinnehmbarer Zufluchtsort der gräflichen Familie. Nach kurzer Zeit wurde hier aber eine Militärakademie beherbergt. Scharnhorst besuchte die dortige Akademie ab 1773 und verblieb dort bis 1777.
In der Festung gibt eine interessante Ausstellung zur Geschichte der Festung selbst, natürlich darf auch ein Ausstellungsraum, der Scharnhorst gewidmet ist, nicht fehlen.
Übrigens gibt es in der Festung auch ein Standesamt!!! Ein Schelm der jetzt böses darüber denkt.
Die Ausflügler vor dem Eingang zur Festung Wilhelmstein
Wir genossen im Anschluss an die Besichtigung die Sonne, bevor es dann mit dem „Auswanderer“ wieder zurück nach Steinhude ging.
Bei einem gemütlichen Bummel schauten wir uns noch etwas in dem schmucken Städtchen um.
In unserem Hotel angekommen hatten wir dann noch etwas Zeit um uns für das Abendbrot „aufzuhübschen“. Beim gemeinsamen Essen ließen wir die beiden Tage nochmals Revue passieren. Unserer Einstimmige Meinung war, einfach eine tolle Zeit!!!
Abschließend verständigten wir uns darauf, dass nächste Treffen im gleichen Zeitraum 2027 in Burg durchzuführen.
Jens Roszczka













































